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Nagoro – ein Puppendorf auf Shikoku

2018/2019 war ich wie gesagt als Austauschstudentin in Kobe, Japan. Während dieser Zeit habe ich in einem Wohnheim in Tarumi-ku, einem Vorort von Kobe. Dort gab es nichts besonders Sehenswertes, doch eines war schön – von Tarumi aus gelangte man nur in zweiundhalb Stunden auf Shikoku, die geheimnisvolle grüne Insel.

Noch vor meiner Ankunft in Japan wollte ich nach Nagoro. Dieses Dorf auf Shikoku war einmal ein lebendiger Ort, doch die meisten Bewohner sind nach und nach in die Großstädte gezogen. In den 2000-er Jahren lebten hier nur 37 Personen.

Tsukimi Ayano kehrte aber ca. 2006 nach Nagoro zurück, um ihren alten Vater zu pflegen. Vor Langeweile begann sie, Puppen zu nähen, um wieder Leben ins Dorf zu bringen.
Heute sieht man diese Puppen überall im Dorf – in der Schule, in der Sporthalle, an den Bushaltestellen…

Schule in Nagoro

Sporthalle in Nagoro

Touristen sieht man hier nicht viele, doch wenn man bis Ende des Dorfes geht, trifft man Tsukimi selbst. Ich habe mich nicht getraut, sie zu fragen, ob ich sie fotografieren darf, aber sie selbst hat mich vor ihrem Haus fotografiert.

Puppen und ich. Ob ich hier als eine der Puppen hätte bleiben sollen???

Der Ort selbst ist sehr schön, besonders im Frühling. Shikoku ist eine sehr grüne Insel. Ich habe überhaupt in Asien immer das Gefühl, dass dort das Licht anders fällt und die Farben viel lebendiger als in Europa sind.

In der Nähe von Nagoro

An den Bushaltestellen: das passiert, wenn der Bus zu selten fährt.

Nach Nagoro fahren übrigens so gut wie keine Busse – zumindest keine, deren Fahrplan man auf Anhieb im Internet findet. Ich selbst habe in Tokushima übernachtet und bin dann per Anhalter nach Nagoro gereist. Der Rückweg in die Zivilisation war dann ein echtes Abenteuer, ich musste ca. 2 Stunden warten, bevor ich mitgenommen wurde. In der Regel geht es in Japan viel schneller und ich habe es immer wieder gerne gemacht, da ich so durch mehrstündige Fahrten gute Gelegenheit bekam, Japanisch zu praktizieren.

Künstler von Nagoro:

In der Nähe von Nagoro liegt übrigens die sehr schöne Iya Kazurabashi-Holzbrücke (genauer gesagt ist es eine Fluss- und Waldlandschaft mit mehreren schönen Brücken), davon erzähle ich aber vielleicht ein anderes Mal.